Mittwoch, 1. Juli 2015

Schon viel zu lange habe ich nichts mehr geschrieben. Ich versuche mal chronologisch aufzulisten, was ich in der vergangenen Zeit erlebt habe.


Deutschlandfest (28. März)

Am 28. März fand in Hanoi das Deutschlandfest statt. Gefeiert wurden 40 Jahre deutsch vietnamesische diplomatische Beziehungen. Es gab verschiedene Messestände, an denen sich die Vietnamesen über deutsche Unternehmen in ihrem Land und über arbeiten und studieren in Deutschland informieren konnten. Norbert Lammert war vor Ort, um eine Rede zu halten und auf Fragen zu antworten. Einige Tage bevor dieser Feier fragte uns co Binh, ob wir bei dieser Feierlichkeit helfen könnten. Wir sagten zu und schwups wurden wir dafür eingeteilt, das eigens gebraute Bier für diesen Tag zu "vermarkten". Währenddessen entstanden einige Gespräche mit deutschsprechenden Vietnamesen. Es war interessant zu hören, inwiefern sie mit Deutschland verbunden sind.   




Meine Reise durch Vietnam mit Lisa und Coco 

Am 3. April 2015 war es endlich soweit. Ich konnte Lisa und Coco vom Flughafen abholen. So lange hatten wir darüber gesprochen, so lange uns darauf gefreut. Es war ein unglaublich komisches und schönes Gefühl, sie so nah bei mir zu haben. Bevor wir nach Bac Giang fuhren, erkundeten wir gemeinsam Hanoi. In Bac Giang hatten sie die Chance, an einem typisch vietnamesischen Abend teilzunehmen...ein Essen mit anschliessendem Karaokebesuch. Zudem besuchten wir gemeinsam das Soziale Zentrum und das Kinderdorf. Dann ging es weiter nach Halong und Cat Ba Island, wo wir eine Rollertour machten. Anschließend flogen wir von Hanoi nach Phu Quoc (Insel im Süden Vietnams). Wir machten eine Schnorcheltour, erkundeten auch diese Insel mit dem Roller und feierten meinen Geburtstag. Vielen Dank nochmal an meine Familie und Coco, die mir einen wunderschönen Aufenthalt in einem Bungalow direkt am Meer ermoeglicht haben! Es war traumhaft schön! Nach drei Tagen Aufenthalt ging es weiter mit dem Flieger nach Ho-Chi-Minh-City (HCMC). HCMC ist westlicher als Hanoi und hat meiner Meinung nach nicht so viel Charme. Es war jedoch trotzdem spannend, die größte Stadt Vietnams kennenzulernen. Dank Hang, die wir bei der Schnorcheltour auf Phu Quoc kennenlernten, hatten wir die Möglichkeit, uns die „International German School“ anzuschauen. Sie ist Deutsche und ist dort als Erzieherin tätig. Die Schule ist in verschiedenen Villen untergebracht und ist, da sie erst 2012 eröffnet wurde, noch im Aufbau. Umgeben sind die Villen von Palmen…Hang nannte es "arbeiten unter Palmen". Die meisten Kinder, die diese Schule besuchen, sind Kinder, von nach Vietnam entsendeten Fachkräften. Am 16. April mussten Coco und ich uns von Lisa verabschieden, die leider schon wieder nach Hause musste (aber ich bin mir sicher, dass sie in den zwei Wochen schon einen guten Einblick in das Land und die Kultur bekommen hat). Coco und ich reisten weiter nach Mui Ne, Dalat, Hoi An, Hue und Da Nang. Jede Stadt, die wir besuchten, war verschieden und hatte etwas Besonderes. Ich versuche es mal kurz zusammenzufassen.

Mui Ne besitzt rote und weisse Sanddünen
Da Lat liegt in den Bergen und landschaftlich gesehen traumhaft schön (Blumenstadt)
Hoi An ist eine schöne Altstadt mit Flair (abends leuchten jede Menge Lampinions)
Hue ist eine alte Kaiserstadt, in der es viel zu besichtigen gibt
Da Nang besteht aus einigen Hochhauskomplexe in der Nähe des Strandes (Vietnamesen machen hier gerne Urlaub)

Nach weiteren zwei Tagen in Hanoi, die mit Souvenirshopping verbunden waren, ging es am 28. April dann auch für Coco nach Hause. Danke für den tollen Urlaub Lisa und Coco!!!

























Thanh Hoa (Sam Son Beach) (29./30. Mai) 


Unsere Gruppe Freiwilliger wollte gemeinsam mit anh Thang Ninh Binh erkunden. Jedoch war es zu warm, um einen Ausflug zum Dschungel zu machen, sodass wir uns spontan dazu entschieden, nach Thanh Hoa zu fahren, um den Sam Son Beach zu besuchen. Die Vietnamesen scheinen den Strand zu lieben, aber Touristen waren weit und breit nicht zu sehen. Der Strand war unglaublich voll, aber kaum einer von den Vietnamesen ging schwimmen. Am Abend besuchten wir eine kleine Kirmes und erfreuten uns an den verschiedenen Fahrgeschäften. Anschließend saßen wir gemütlich am Strand zusammen.









Eine Nacht im Dschungel (06./07. Juni)

Anh Giang und chi Quyen luden uns ein, gemeinsam mit ihnen eine Nacht im Dschungel zu verbringen. Dafür mussten wir ersteinmal mit dem Bus nach Song Dong (nordöstlich von Bac Giang, 2,5 Stunden entfernt) fahren und von dort aus ging es für eine kurze Strecke weiter mit dem Auto. Bepackt mit Proviant für den kommenden Abend mussten wir einen Wasserpfad überqueren, um in den Dschungel zu gelangen. Nach einer kurzen Wanderung, zahlreichen Fotos und einer Flussüberquerung erreichten wir unseren Schlafplatz (eine Holzhütte ohne Stromversorgung, Toilette, Matrazen, und Wasserversorgung). Wir kühlten uns im Wasser ab, und schauten bei den Vorbereitungen für das gemeinsame Essen zu. Die Hühnchen wurden über dem Feuer gebraten und Alkohol wurde aus extra angefertigten Bambusschnapsgläsern getrunken. Bei Taschenlampenlicht saßen wir zusammen und genossen den Abend. Einige gingen zu später Stunde noch auf Schneckensuche, um ein spätes Abendessen aufzunehmen. Am nächsten Morgen ging es durch den Regen zurück. Leider regnete es so stark, dass Brücken, die wir am Vortag mit dem Auto überquerten, überschwemmt waren. Wir warteten eine Weile ab, entschieden dann, dass Auto stehen zu lassen und zu Fuß weiterzugehen. Da es mittlerweile zu spät war, um zurück nach Bac Giang zu fahren, übernachteten wir bei chi Quyen`s Familie in Song Dong. Sehr aufregende zwei Tage!






















Die Arbeit in den Zentren

Aufgrund der Tatsache, dass im Moment Sommerferien sind, verbringen die Kinder aus dem Kinderdorf die Zeit bis Anfang August Zuhause bei ihren Familien. Leider wissen wir noch immer nicht, wann wir zurück nach Deutschland fliegen werden (es wird zwischen dem 1. und dem 15. August sein) und wissen somit nicht, ob wir die Kinder nochmal wiedersehen und einen Abschied feiern können. Das ist traurig. Bis zuletzt hat die Arbeit im Kinderdorf viel Spaß gemacht. Es gab viele prägende Ereignisse, an die ich mich noch lange erinnern werde. Sehr glücklich hat mich gemacht, dass wir einige der Kinder zu einem Ausflug einladen konnten. Es war unglaublich schön, mal außerhalb der Einrichtung, Zeit mit ihnen zu verbringen und in viele glückliche Gesichter schauen zu können. Toll waren auch, unsere Filmabende. Ein sehr großes Event war für uns alle der Ausflug mit den Kindern des Sozialen Zentrums zum Wasserpark in Hanoi. Einigen Kindern konnte dort das schwimmen ansatzweise beigebracht werden. Das waren unsere Highlights aus der letzten Zeit. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir die Kinder Anfang August noch einmal wiedersehen können.



















1 Kommentar:

  1. Voll super, dass du so eine Messe besucht hast! Wusste gar nicht, dass es so eine Beziehung gibt... War aber kürzlich auch in Deutschland auf einer Messe über Städtebeziehungen, was auch sehr interessant war! Die die Messestände waren alle sehr professionell und modern mit Messedisplays ausgestattet. Sehr toll! Lg

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