Freitag, 27. Februar 2015

Thailand und die Philippinen


Thailand (23.12.2014 – 04.01.2015)

Am 23.12. flog ich gemeinsam mit Nina, Tami, Marlene und Henni nach Bangkok. Angekommen am Flughafen trafen wir Stephi, die von Ho-Chi-Minh-City anreiste. Da Stephi und ich bereits 2013 den Süden bereisten, wollten wir nun in den Norden Thailands. Da die Anderen lieber auf die Inseln wollten, verabschiedeten wir uns nach einer gemeinsamen Nacht im Hostel und fuhren schon am nächsten Abend mit dem Nachtbus in den Norden Thailands. Nach einem Umstieg hatten wir unser Ziel Chiang Rai am ersten Weihnachtstag erreicht. Weiter ging es nach Mae Sae, dem nördlichsten Punkt der Provinz Chiang Rai, welcher durch eine Grenzbrücke mit Myanmar verbunden ist. Es waren nur sehr wenige Touristen im Ort unterwegs, dafür umso mehr myanmarische Mönche. Wir besuchten das Goldene Dreieck (Thailand, Myanmar und Laos auf einem Blick) und die myanmarische Grenzstadt Tachilek. Die darauffolgenden Tage verbrachten wir in Chiang Mai (zweitgrößte Stadt Thailands). Leider mussten wir zwischenzeitig zum Krankenhaus, weil Stephi eine Mandelentzündung hatte. Gemeinsam mit anderen Touristen besuchte ich das „Happy Elephant Home“. Hier wird alten und misshandelten Elefanten ein Zuhause geboten. Ich hatte die Gelegenheit, sie mit eigens gepflückten Bananen und geschnittenem Zuckerrohr zu füttern und beim Waschen in einem Fluss helfen zu können. Es gab auch jede Menge Hintergrundinformationen. Ein unvergessliches Erlebnis und absolut empfehlenswert! Die restlichen Tage in Chiang Mai verbrachten wir mit essen (wir fanden eine ganz tolles Cafe) und sightseeing. Am Silvesterabend stiegen jede Menge Feuerlampions in die Luft. Es sah unglaublich schön aus. Weiter ging es mit dem Van nach Pai. Leider stellte sich die ca. dreistündige Fahrt als anstrengend heraus, da die Strecke sehr kurvig war. Ich denke alle waren froh, als wir endlich das Ziel erreicht hatten. Unser Resort (Darlings View Point) lag auf einem Hügel und die Sicht auf die Stadt und die schöne Natur war atemberaubend. Besonders unter den Backpackern ist Pai ein beliebtes Reiseziel, es gibt viele Läden mit selbstgemachten Dingen und man fühlt sich, als sei man in einem Hippiedorf gelandet. Ich hätte gerne noch einige Tage dort verbracht, doch leider war unsere Zeit in Thailand nach zwei Wochen schon vorbei. Wir verbrachten eine letzte Nacht in Bangkok und flogen weiter nach Manila.   



Die Reise geht los... 















Chiang Rai




 Mae Sai








Local Bus

Das Goldene Dreieck 

Feuerlampions

Chiang Mai von oben


 Pai 






Happy Elephant Home (Chiang Mai)















Philippinen (04.01.2015 – 23.01.2015)


Wir verbrachten die ersten beiden Tage in Manila. Die Hauptstadt war anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Unzählige Menschen (darunter viele Kinder) lebten auf der Straße. Wir wurden angebettelt, sodass wir davon abließen, auf der Straße etwas zu trinken oder zu essen. Zudem wurden wir angeschaut, als wären wir die einzigen Touristen weit und breit. Letztlich waren auch weniger dort, als wir dachten.  Am Abend des zweiten Tages ging ich zum Bastille Konzert (da Stephi nicht mit wollte, leider alleine). Die Filipinos sind schreckliche Konzertbesucher. Sie kreischten durchgehend und so ziemlich jeder hielt während des gesamten Konzerts sein Handy in die Luft. Trotzdem war es toll, endlich mal wieder ein Konzert besucht zu haben. Da wir uns vorher nicht groß überlegten, was wir uns auf den Philippinen anschauen wollen, waren wir zu Beginn planlos. Wir entschieden uns, zuerst nach Palawan zu reisen. Wir flogen von Manila nach Puerto Princesa (größte Stadt der Insel) und fuhren mit einem Minivan in den Norden nach El Nido. Wir besuchten verschiedene Strände und unternahmen eine Inselhopping-/Schnorcheltour. Am Abend besuchten wir eine Reggaebar und lernten  Einheimische kennen.  El Nido ist eine sehr kleine Stadt und (noch) nicht so überlaufen von Touristen. Uns gefiel es so gut, dass wir letztlich länger blieben, als wir angedacht hatten. Anschließend ging es über Puerto Princesa zurück nach Manila, von wo aus wir mit dem Bus nach Batangas und mit der Nachtfähre weiter nach Caticlan fuhren. Wir waren positiv überrascht von der Fahrt mit der Fähre. Es gab insgesamt drei große Kabinen, jede mit ungefähr 100 Etagenbetten. Es gab ein Gratisgericht und Livemusik an Deck. Im Gegensatz zu den Nachtbussen, in denen ich kein Auge zubekommen konnte, konnte ich auf der Fähre gut schlafen. Als wir morgens ankamen, nahmen wir den Minivan nach Kalibo. Wir besuchten das Ati-Atihan Festival. Hierbei handelt es sich um das größte Festival der Philippinen. An zwei Tagen fanden Paraden mit Tänzen, Trommelmusik und bunten ausgefallenen Kostümen statt. Am ersten Tag bekamen wir sogar die Gelegenheit, uns einer Truppe anzuschließen und dem Umzug zu folgen. Unser nächstes Ziel war Boracay, dessen White Beach einer der schönsten Strände der Philippinen ist. Leider waren dementsprechend auch viele Touristen am Strand. Wir besuchten ebenfalls einen anderen Strand, der ein wenig außerhalb des Touristengebiets lag und auch traumhaft schön war. Auch auf Boracay hatten wir das Glück, nette Filipinos kennengelernt zu haben. Wir gingen mit ihnen aus und sangen Karaoke. Unseren letzten Tag verbrachten wir in Manila. Wir nahmen an der True Manila Tour teil, die von einem Einheimischen (Edwin) angeboten wurde. Gemeinsam mit sieben anderen Freiwilligen (so wurden wir genannt) machten wir uns mit dem Jeepney auf den Weg. Wir fuhren erst einmal zu Edwins Wohnung, wo wir Reis in kleine Tütchen füllten. Mit einem rollenden Untersatz fuhren wir über die Gleise bis hin zu Familien, die wie die Sinti und Roma leben. Wir wurden herzlich begrüßt und verteilten den Reis. Anschließend ging es zurück zu einer alten Frau, die frittierte Bananen und Kartoffeln verkaufte. Ich half ihr beim Frittieren. Wir kauften ihr anschließend alles ab und kauften obendrein noch Instant Nudeln. Edwin erklärte uns, dass es wenig Sinn machen würde, gesunde Sachen wie zum Beispiel Gemüse zu kaufen, da es keine Möglichkeit gibt, dieses zuzubereiten. All das verteilten wir an Menschen, die in einem Tunnelsystem unter der Straße lebten. Wir mussten geduckt und mit Taschenlampen hindurch laufen. Wieder freuten sich die Menschen unglaublich über die Lebensmittel. Anschließend schmissen wir Geld zusammen, um 100kg Reis kaufen zu können. Auf dem Weg zum nächsten Ort packten wir erneut kleine Tütchen mit Reis. Wir besuchten ein kleines Haus, in dem Edwin noch bis vor zwei Monaten gemeinsam mit seiner Mutter, seinen sieben Schwestern und 30 Nichten/Neffen gelebt hat. Es war spannend zu sehen, wie die Filipinos leben. Auch wenn er uns erst eine kurze Zeit kannte, machte er uns das Angebot, bei seiner Familie übernachten zu können, falls wir eine Unterkunft benötigen. Er zeigte uns die Gegend, in der er groß geworden ist und wir hatten die Gelegenheit mit Kindern zu spielen. Edwin teilte jedem von uns einige Kinder zu, mit denen wir uns in den Kreis setzten und uns unterhielten. Sie sagten mir ihre Namen und ihr Alter und waren ganz gespannt zu erfahren, aus welchem Land ich komme. Bei dem anschließenden Essen berichtet Edwin uns von seinen Beweggründen, eine solche Tour anzubieten. Als er selbst noch ein kleiner Junge war, kam ein Missionarspaar aus Amerika in seine Wohngegend, welches sich seiner annahm und ihn fortan durch (finanzielle und materielle) Zuwendungen unterstützte. Er konnte seine Schulbücher bezahlen und letztlich sogar studieren. Edwin ist sehr dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben und möchte den Kindern ebenfalls eine solche Chance zukommen lassen, indem er verschiedenste Projekte durchführt. Ein wirklich faszinierender Mann! Ich bin froh, die Gelegenheit bekommen zu haben, einen Tag mit ihm zu verbringen. Mit diesem sehr bewegendem Ereignis ging ein sehr toller und spannender Urlaub vorbei. 



Manila 


















 Palawan (Puerto Princesa & El Nido)























Ati - Atihan Festival



























Boracay







































                   Die True Manila Tour














Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen