Freitag, 22. August 2014

Chào! (Hallo!)

Hier kommt meine erste Mail aus Vietnam. Am Mittwoch ging es für uns um 11:20 Uhr vom Frankfurter Flughafen los. Wir flogen über Taiwan nach Hanoi. Am Donnerstag kamen wir schließlich mittags in Vietnam an. Wir wurden von Anh Thang abgeholt. Er ist der Sohn von Co Binh und wird sich in dem kommenden Jahr gemeinsam mit ihr um uns Freiwilligen kümmern. Wir fuhren ungefähr eine dreiviertel Stunde, bis wir schließlich Bac Giang erreichten. Auf dem Weg dorthin konnten wir bereits Vietnamesen auf Mofas und den doch sehr chaotischen Verkehr (es gibt unerklärliche Hupkonzerte und scheinbar keine Straßenregeln) beobachten. Als wir unser Haus erreichten, nahm uns Co Binh in Empfang. Sie freute sich, uns zu sehen und begrüßte uns herzlich. Schließlich aßen wir, das von ihr zubereitete Essen. Unser erstes vietnamesisches Essen sah so aus: Bohnen, Ei, Tofu, Tomaten-/Gurkensalat, Hähnchen und Soßen (Fisch- und Sojasoße). Natürlich gab es dazu Reis. Anschließend schauten wir uns das Haus an, in dem wir für ein Jahr leben werden. Es verfügt über insgesamt vier Etagen, drei Bäder, zwei Balkone, eine Terasse und sechs Schlafzimmer. An und für sich ist es ganz hübsch. Es gibt sogar hohe Stuckdecken. Leider sind die Wände von Schimmel befallen und die Zimmer nur sehr sporadisch ausgestattet.


 
Unser Haus in Bac Giang

Ausblick aus der zweiten Etage


Unser Zimmer mit Balkon

  
Den restlichen Tag nutzten wir, um Kopfkissen und vietnamesische Simkarten für unser Handy zu kaufen.

Erster Besuch eines Marktes

In der ersten Nacht konnte ich gut schlafen. Jedoch wurde es gegen sechs Uhr tierisch laut, da unser Zimmer direkt zur Straße raus ist. Wir besuchten in der Früh den Markt, der nur wenige Minuten entfernt ist, und aßen eine Suppe mit Reisnudeln und Gemüse. Wir bezahlten umgerechnet ungefähr 36 Cent für das Essen. Die Suppe war lecker, es war jedoch sehr ungewohnt, morgens etwas Warmes zu essen. Eine von uns musste leider den Großteil des Tages mit Jetlag-Übelkeit im Bett liegen. Wir anderen lernten am Nachmittag, wie man einen Roller fährt. Schließlich müssen wir vier, die im Kinderdorf arbeiten werden, täglich mit dem Roller zur Arbeit fahren. Wir hatten alle sichtlich viel Spass daran. Lediglich der Fahrstil der Vietnamesen macht mir gerade noch ein wenig Angst. Man muss gut aufpassen, denn überholt wird man von allen Seiten. Blinken tun auch nur die wenigsten. Am Abend gingen wir gemeinsam mit Co Bingh und Anh Thang essen. Es gab erneut Reis. Ich esse sehr gerne Reis, bin jedoch gespannt, ob ich irgendwann davon genug haben werde. Im Anschluss an das Essen gingen wir noch frischen Eistee an einem schönem See trinken. Es scheint ein sehr beliebter Treffpunkt zu sein. Wir werden in mit Sicherheit öfter hinfahren. Nina und ich fuhren schließlich gemeinsam mit dem Rad zurück zu unserem Haus (die übrigens von den Ehemaligen "Sörens Sunshine Villa" genannt wir...warum auch immer). Auf dem Weg dorthin schauten uns viele neugierige Vietnamesen hinterher und riefen "Hello". Es scheint für sie sehr ungewöhnlich zu sein, in Bac Giang Europäer anzutreffen.
Was das Wetter angeht: Es ist sehr warm und schwül. Der Schweiß läuft von ganz alleine und das gute Gefühl nach dem Duschen hält leider auch nicht lange an. In den kommenden Tagen werden wir weiterhin von Anh Thang und Co Bing begleitet werden. Sie kümmern sich wirklich gut um uns. Wann wir anfangen werden zu arbeiten, wissen wir noch nicht. Wir sollen uns erstmal an das Klima und die Umgebung gewöhnen.

Ich möchte mich noch bei allen bedanken, die an mich gedacht haben und mir einen guten Flug gewünscht haben. Es ist schön zu wissen, dass ihr an mich denkt! 
  
Das war es erstmal von mir. Demnächst gibt es mehr aus Vietnam! Vielleicht dann auch schon aus Hanoi, denn dort werden wir das nächste Wochenende verbringen. 

Eure Christin!



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