Thailand
(23.12.2014 – 04.01.2015)
Am 23.12. flog ich gemeinsam mit
Nina, Tami, Marlene und Henni nach Bangkok. Angekommen am Flughafen trafen wir
Stephi, die von Ho-Chi-Minh-City anreiste. Da Stephi und ich bereits 2013 den
Süden bereisten, wollten wir nun in den Norden Thailands. Da die Anderen lieber
auf die Inseln wollten, verabschiedeten wir uns nach einer gemeinsamen Nacht im
Hostel und fuhren schon am nächsten Abend mit dem Nachtbus in den Norden
Thailands. Nach einem Umstieg hatten wir unser Ziel Chiang Rai am ersten
Weihnachtstag erreicht. Weiter ging es nach Mae Sae, dem nördlichsten Punkt
der Provinz Chiang Rai, welcher durch eine Grenzbrücke mit Myanmar verbunden
ist. Es waren nur sehr wenige Touristen im
Ort unterwegs, dafür umso mehr myanmarische Mönche. Wir besuchten das
Goldene Dreieck (Thailand, Myanmar und Laos auf einem Blick) und die
myanmarische Grenzstadt Tachilek. Die darauffolgenden Tage verbrachten wir in
Chiang Mai (zweitgrößte Stadt Thailands). Leider mussten wir zwischenzeitig zum
Krankenhaus, weil Stephi eine Mandelentzündung hatte. Gemeinsam mit anderen
Touristen besuchte ich das „Happy Elephant Home“. Hier wird alten und misshandelten Elefanten ein Zuhause geboten. Ich hatte die Gelegenheit, sie mit eigens gepflückten Bananen und geschnittenem Zuckerrohr zu füttern und beim Waschen in einem Fluss helfen zu können. Es gab auch jede Menge Hintergrundinformationen. Ein unvergessliches Erlebnis und absolut empfehlenswert! Die restlichen Tage in Chiang Mai verbrachten wir mit essen (wir fanden eine ganz tolles Cafe) und sightseeing. Am Silvesterabend stiegen jede Menge Feuerlampions in die Luft. Es sah unglaublich schön aus. Weiter ging es mit dem Van nach Pai. Leider stellte sich die ca. dreistündige Fahrt als anstrengend heraus, da die Strecke sehr kurvig war. Ich denke alle waren froh, als wir endlich das Ziel erreicht hatten. Unser Resort (Darlings View Point) lag auf einem Hügel und die Sicht auf die Stadt und die schöne Natur war atemberaubend. Besonders unter den Backpackern ist Pai ein beliebtes Reiseziel, es gibt viele Läden mit selbstgemachten Dingen und man fühlt sich, als sei man in einem Hippiedorf gelandet. Ich hätte gerne noch einige Tage dort verbracht, doch leider war unsere Zeit in Thailand nach zwei Wochen schon vorbei. Wir verbrachten eine letzte Nacht in Bangkok und flogen weiter nach Manila.
Die Reise geht los...
Chiang Rai

Mae Sai
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| Local Bus |
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| Das Goldene Dreieck |
| Feuerlampions |
| Chiang Mai von oben |
Pai
Happy Elephant Home (Chiang Mai)
Philippinen
(04.01.2015 – 23.01.2015)
Wir verbrachten die ersten beiden Tage in Manila. Die
Hauptstadt war anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Unzählige Menschen
(darunter viele Kinder) lebten auf der Straße. Wir wurden angebettelt, sodass
wir davon abließen, auf der Straße etwas zu trinken oder zu essen. Zudem wurden
wir angeschaut, als wären wir die einzigen Touristen weit und breit. Letztlich
waren auch weniger dort, als wir dachten. Am Abend des zweiten Tages ging ich zum
Bastille Konzert (da Stephi nicht mit wollte, leider alleine). Die Filipinos
sind schreckliche Konzertbesucher. Sie kreischten durchgehend und so ziemlich
jeder hielt während des gesamten Konzerts sein Handy in die Luft. Trotzdem war
es toll, endlich mal wieder ein Konzert besucht zu haben. Da wir uns vorher
nicht groß überlegten, was wir uns auf den Philippinen anschauen wollen, waren
wir zu Beginn planlos. Wir entschieden uns, zuerst nach Palawan zu reisen. Wir
flogen von Manila nach Puerto Princesa (größte Stadt der Insel) und fuhren mit
einem Minivan in den Norden nach El Nido. Wir besuchten verschiedene Strände und
unternahmen eine Inselhopping-/Schnorcheltour. Am Abend besuchten wir eine
Reggaebar und lernten Einheimische
kennen. El Nido ist eine sehr kleine
Stadt und (noch) nicht so überlaufen von Touristen. Uns gefiel es so gut, dass
wir letztlich länger blieben, als wir angedacht hatten. Anschließend ging es
über Puerto Princesa zurück nach Manila, von wo aus wir mit dem Bus nach
Batangas und mit der Nachtfähre weiter nach Caticlan fuhren. Wir waren positiv
überrascht von der Fahrt mit der Fähre. Es gab insgesamt drei große Kabinen,
jede mit ungefähr 100 Etagenbetten. Es gab ein Gratisgericht und Livemusik an
Deck. Im Gegensatz zu den Nachtbussen, in denen ich kein Auge zubekommen konnte,
konnte ich auf der Fähre gut schlafen. Als wir morgens ankamen, nahmen wir den
Minivan nach Kalibo. Wir besuchten das Ati-Atihan Festival. Hierbei handelt es
sich um das größte Festival der Philippinen. An zwei Tagen fanden Paraden mit
Tänzen, Trommelmusik und bunten ausgefallenen Kostümen statt. Am ersten Tag
bekamen wir sogar die Gelegenheit, uns einer Truppe anzuschließen und dem Umzug
zu folgen. Unser nächstes Ziel war Boracay, dessen White Beach einer der
schönsten Strände der Philippinen ist. Leider waren dementsprechend auch viele
Touristen am Strand. Wir besuchten ebenfalls einen anderen Strand, der ein wenig
außerhalb des Touristengebiets lag und auch traumhaft schön war. Auch auf
Boracay hatten wir das Glück, nette Filipinos kennengelernt zu haben. Wir
gingen mit ihnen aus und sangen Karaoke. Unseren letzten Tag verbrachten wir in
Manila. Wir nahmen an der True Manila Tour teil, die von einem Einheimischen
(Edwin) angeboten wurde. Gemeinsam mit sieben anderen Freiwilligen (so wurden
wir genannt) machten wir uns mit dem Jeepney auf den Weg. Wir fuhren erst
einmal zu Edwins Wohnung, wo wir Reis in kleine Tütchen füllten. Mit einem
rollenden Untersatz fuhren wir über die Gleise bis hin zu Familien, die wie die
Sinti und Roma leben. Wir wurden herzlich begrüßt und verteilten den Reis.
Anschließend ging es zurück zu einer alten Frau, die frittierte Bananen und
Kartoffeln verkaufte. Ich half ihr beim Frittieren. Wir kauften ihr
anschließend alles ab und kauften obendrein noch Instant Nudeln. Edwin erklärte
uns, dass es wenig Sinn machen würde, gesunde Sachen wie zum Beispiel Gemüse zu
kaufen, da es keine Möglichkeit gibt, dieses zuzubereiten. All das verteilten
wir an Menschen, die in einem Tunnelsystem unter der Straße lebten. Wir mussten
geduckt und mit Taschenlampen hindurch laufen. Wieder freuten sich die Menschen
unglaublich über die Lebensmittel. Anschließend schmissen wir Geld zusammen, um
100kg Reis kaufen zu können. Auf dem Weg zum nächsten Ort packten wir erneut
kleine Tütchen mit Reis. Wir besuchten ein kleines Haus, in dem Edwin noch bis
vor zwei Monaten gemeinsam mit seiner Mutter, seinen sieben Schwestern und 30
Nichten/Neffen gelebt hat. Es war spannend zu sehen, wie die Filipinos leben.
Auch wenn er uns erst eine kurze Zeit kannte, machte er uns das Angebot, bei
seiner Familie übernachten zu können, falls wir eine Unterkunft benötigen. Er
zeigte uns die Gegend, in der er groß geworden ist und wir hatten die
Gelegenheit mit Kindern zu spielen. Edwin teilte jedem von uns einige Kinder
zu, mit denen wir uns in den Kreis setzten und uns unterhielten. Sie sagten mir
ihre Namen und ihr Alter und waren ganz gespannt zu erfahren, aus welchem Land
ich komme. Bei dem anschließenden Essen berichtet Edwin uns von seinen
Beweggründen, eine solche Tour anzubieten. Als er selbst noch ein kleiner Junge
war, kam ein Missionarspaar aus Amerika in seine Wohngegend, welches sich
seiner annahm und ihn fortan durch (finanzielle und materielle) Zuwendungen
unterstützte. Er konnte seine Schulbücher bezahlen und letztlich sogar studieren.
Edwin ist sehr dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben und möchte den
Kindern ebenfalls eine solche Chance zukommen lassen, indem er verschiedenste
Projekte durchführt. Ein wirklich faszinierender Mann! Ich bin froh, die
Gelegenheit bekommen zu haben, einen Tag mit ihm zu verbringen. Mit diesem sehr
bewegendem Ereignis ging ein sehr toller und spannender Urlaub vorbei.
Manila
Palawan (Puerto Princesa & El Nido)
Ati - Atihan Festival
Boracay
Die True Manila Tour












